Genug Konflikte in dieser Welt, genug Schrecken und Monster in der Welt

Genug Konflikte in dieser Welt, genug Schrecken und Monster in der Welt ✋🛑.

So beginnt das Jahr 2026:

👉 Im Iran geht ein unterdrücktes Volk gegen das Mullah-Regime auf die Straßen, wobei es zu heftigen Auseinandersetzungen kommt. Tausende unschuldige Menschen kommen zu Tode. Das Internet und das Telefon sind seit Tagen eingeschränkt. Der Aufschrei darüber ist nicht laut genug! Der Westen darf nicht schweigen. Es braucht einen entschiedenen, klaren und lauten Protest gegen das brutale Vorgehen des Mullah-Regimes. Bundesregierung und EU müssen klare Haltung zeigen und mit einer konsequenten Sanktionspolitik reagieren. Die Revolutionsgarde muss als terroristische Organisation eingestuft werden. Halbherzigkeit hilft nur den Unterdrückern – jetzt ist Entschlossenheit gefragt. Währenddessen droht Donald Trump den Machthabern und verspricht dem iranischen Volk Unterstützung. US Militärkräfte werden bereits in den Nahen Osten verlagert.

👉 In Syrien, in Aleppo, geht die Armee gezielt gegen Kurden, Jesiden und auch Christen vor. Die Unterstützung der Kurden durch die USA wurde entzogen. Es kommt zu zahlreichen Toten, und die Kurden sind gezwungen, die Flucht zu ergreifen. Das Vorgehen der syrischen Armee unter Unterstützung der Türkei ist zu verurteilen!

👉 Russland unter dem Befehl von „Diktator“ Putin greift weiterhin massiv die Ukraine an. Die kalten Kriegswinter sind besonders hart. Es braucht schnell einen Waffenstillstand und langfristig einen nachhaltigen Frieden.

👉 Der Konflikt zwischen Israel und der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen sowie in weiteren palästinensischen Gebieten ist weiterhin ungelöst. Zwar besteht formal ein Waffenstillstand, doch die Situation bleibt sowohl militärisch als auch humanitär äußerst angespannt.

👉 Im Sudan spielt sich – fast unbeachtet von der Welt – durch einen Konflikt zwischen der Armee und einer paramilitärischen Miliz eine der größten humanitären Krisen ab, bei der Millionen von Menschen hungern und auf der Flucht sind.

👉 In den USA verbreitet Präsident Trump bewusst Angst unter der Bevölkerung, indem er seine ICE-Truppen auf Menschen loshetzt, sodass es jüngst auch zum ersten Tod einer Frau durch die Waffe eines ICE-Agenten gekommen ist. Will er einen „Bürgerkrieg“ anzetteln?

👉 Trump hat in einer bemerkenswerten Blitzaktion den – wenn auch illegitimen – Präsidenten Venezuelas entführt und will an das gute Öl. Um den vorgeschobenen Drogenschmuggel geht es ihm jedenfalls nicht wirklich.

👉 Trump will nun Grönland, vermeintlich aus Sicherheitsgründen. Doch die NATO und die europäischen Verbündeten betonen seit 2024, dass das Königreich Dänemark einschließlich Grönlands Teil der gemeinsamen Sicherheitsarchitektur der Arktis sei. Längst sind gemeinsame Übungen und Präsenz im dortigen Nordatlantik verstärkt worden, und weitere Verstärkung wird erfolgen. Trump will eigentlich an die Bodenschätze – und die USA um ein großes Stück Land größer machen.

👉 Was will Trump als Nächstes? Kuba, Nicaragua, vielleicht auch Island, um das GIUK‑Gap (Greenland–Iceland–UK) – eine für U‑Boot‑ und Luftüberwachung zentrale Passage zwischen Nordamerika und Europa – zu schließen? Soll es dann als strategischer Stützpunkt zur Sicherung der See‑ und Luftwege im Nordatlantik und als „Tor zur Arktis“ ausgebaut werden? Alles der Sicherheit wegen? Oder alles, um den Zugriff auf Ressourcen auszubauen? … Natürlich beides!

👉 Oder will Trump nur ein nächstes Spektakel inszenieren? Denn seine Macht ist politisch extrem fragil, und er kann nur durch Mobilisierung und Einschüchterung seine Basis hochhalten, Gegner abschrecken und Aufmerksamkeit ablenken.

👉 Und China? China präsentiert sich auf internationaler Bühne als Anwalt des Globalen Südens und als Friedensmacht. Schon längst streckt es seine Arme aus – in Richtung Taiwan.

👉 Und bei uns in Deutschland? Auch im Inneren unseres Landes erleben wir Krisen: Angriffe auf zentrale Infrastrukturen durch verschiedene unbekannte Akteure. Deutschland und Europa durchleben einen Wohlstandsverlust. Technologische und gesellschaftliche Transformationen verunsichern viele Menschen. Digitale und soziale Medien verstärken die erlebte Polarisierung und Spaltung. Menschen rüsten gegeneinander auf.

Die Liste der kleineren und großen Herausforderungen und Konflikte, der autokratischen sowie faschistoiden Überschreitungen und der humanitären Katastrophen ließe sich weiter fortsetzen. Nicht nur gewalttätige oder imperialistische Auseinandersetzungen befeuern humanitäre Katastrophen. Auch die Klima- und Umweltkatastrophen tragen dazu bei. Es wird unerträglich. Es ist schon für viele unerträglich.

Wir leben in einer Zeit der multiplen Krisen und multiplen Umbrüche. Wohlmöglich stehen wir noch am Anfang einer Entwicklung. „Die alte Welt liegt im Sterben, die Neue ist noch nicht geboren. Es ist (wieder) die Zeit der Monster.“ (Antonio Gramsci)

Die Monster sind heute wie damals vor allem autoritärer Nationalismus („My Country First“), die Globalisierung des Krieges und die Zerstörung des sozialen Zusammenhalts.

Europa darf nicht Zuschauer sein, während die Monster ihren Schrecken verbreiten.

Die Geschichte zeigt, dass Gesellschaften Zyklen aus Disruption und Wiederaufbau, aus Leiden und Neuerfindung durchlaufen. Wir müssen diese Krisen als Chance sehen.

Wir werden zusammenhalten müssen, wir bleiben stark, und wir arbeiten auf eine Welt nach den Monstern hin: eine Welt des sozialen Zusammenhalts, der Solidarität, eine Welt kooperativer Nationalstaaten mit europäischen und internationalen Bündnissen und einer gemeinsamen Wehrhaftigkeit.

Auf dem Wege dahin müssen wir uns den Monstern im Inneren und im Äußeren entgegenstellen. Wir stellen uns ihnen entgegen mit universeller Menschenwürde, internationaler Kooperation und sozialem Ausgleich.

Dafür braucht es ein starkes Europa und eine Europa- und Weltpolitik, die nicht auf immer neue Grenzen oder imperialistische Grenzverschiebungen, sondern auf gemeinsame Lösungen baut – für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung unserer Lebensgrundlagen als Grundlage für Fortschritt und Wohlergehen für alle.

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