{"id":893,"date":"2018-06-01T17:32:32","date_gmt":"2018-06-01T15:32:32","guid":{"rendered":"https:\/\/saschaberger.com\/?p=893"},"modified":"2018-08-25T18:01:40","modified_gmt":"2018-08-25T16:01:40","slug":"digitalotopia-kapitel-3-2-rechenleistung-und-digitale-assistenten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/saschaberger.com\/en\/2018\/06\/01\/digitalotopia-kapitel-3-2-rechenleistung-und-digitale-assistenten\/","title":{"rendered":"Digitalotopia &#8211; Kapitel 3.2 &#8211; Rechenleistung und digitale Assistenten"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem sogenannten <em>Moore\u2019schen Gesetz<\/em><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> steigen bei Computern bzw. Mikrochips die Rechenleistung und umgekehrt proportional die Gr\u00f6\u00dfe exponentiell. Computer werden also immer leistungsf\u00e4higer und immer kompakter<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>. Die Prognosen dazu sind die Folgenden:<\/p>\n<ul>\n<li><em>Wir erreichen das \u00c4quivalent der Rechenleistung eines menschlichen Gehirns f\u00fcr $ 1000 im Jahr 2023.<\/em><\/li>\n<li><em>Wir erreichen das \u00c4quivalent der Rechenleistung eines menschlichen Gehirns f\u00fcr 1 Cent im Jahr 2037.<\/em><\/li>\n<li><em>Wir erreichen das \u00c4quivalent der gesamten biologischen Rechenleistung der Menschheit f\u00fcr $ 1000 im Jahr 2049.<\/em><\/li>\n<li><em>Wir erreichen das \u00c4quivalent der gesamten biologischen Rechenleistung der Menschheit f\u00fcr 1 Cent im Jahr 2059.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"894\" data-permalink=\"https:\/\/saschaberger.com\/en\/2018\/06\/01\/digitalotopia-kapitel-3-2-rechenleistung-und-digitale-assistenten\/pptexponentialgrowthof_computing\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/saschaberger.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/PPTExponentialGrowthof_Computing.jpg?fit=1020%2C870&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1020,870\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"PPTExponentialGrowthof_Computing\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Exponential growth of computing. 20th to 21st centuries. 5 July 2005 (UTC), Autor: Courtesy of Ray Kurzweil and Kurzweil Technologies, Inc.;&lt;br \/&gt;\nSoure: https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/File:PPTExponentialGrowthof_Computing.jpg (abgerufen: 19.01.2018)&lt;\/p&gt;\n\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/saschaberger.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/PPTExponentialGrowthof_Computing.jpg?fit=720%2C614&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-894\" style=\"background-color: initial; text-align: center;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/saschaberger.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/PPTExponentialGrowthof_Computing.jpg?resize=720%2C614&#038;ssl=1\" alt=\"PPTExponentialGrowthof_Computing\" width=\"720\" height=\"614\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/saschaberger.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/PPTExponentialGrowthof_Computing.jpg?w=1020&amp;ssl=1 1020w, https:\/\/i0.wp.com\/saschaberger.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/PPTExponentialGrowthof_Computing.jpg?resize=300%2C256&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/saschaberger.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/PPTExponentialGrowthof_Computing.jpg?resize=768%2C655&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/saschaberger.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/PPTExponentialGrowthof_Computing.jpg?resize=600%2C512&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/saschaberger.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/PPTExponentialGrowthof_Computing.jpg?resize=400%2C341&amp;ssl=1 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/p>\n<p>Exponential growth of computing. 20th to 21st centuries. 5 July 2005 (UTC), Autor: Courtesy of Ray Kurzweil and Kurzweil Technologies, Inc.; Soure: <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/File:PPTExponentialGrowthof_Computing.jpg\" rel=\"nofollow\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/File:PPTExponentialGrowthof_Computing.jpg<\/a> (abgerufen: 19.01.2018)<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Anmerkung der Redaktion:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Dieser Text geh\u00f6rt zum Buchmanuskript\u00a0<em>&#8220;Digitalotopia &#8211; Sind wir bereit f\u00fcr die (R)Evolution der Wirklichkeit?&#8221;<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><a href=\"https:\/\/saschaberger.com\/book-2\/\">&lt;&lt;&lt; zur\u00fcck zur Kapitl\u00fcbersicht<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><a href=\"https:\/\/saschaberger.com\/2018\/06\/01\/digitalotopia-kapitel-3-1-ein-blick-in-die-glaskugel\/\">&lt;&lt;&lt;\u00a0 vorheriges Kapitel<\/a> \/\/\u00a0 n\u00e4chstes Kapitel\u00a0 &gt;&gt;&gt;<\/p>\n<hr \/>\n<p>Durch diesen Trend der zunehmenden Rechenkapazit\u00e4t und dadurch, dass Algorithmen gerade im Bereich der k\u00fcnstlichen Intelligenz (KI) durch k\u00fcnstliche neuronale Netze und Deep Learning Verfahren aktuell unglaubliche Fortschritte erzielen, ver\u00e4ndert sich die Art und Weise wie wir mit Computern interagieren und welche M\u00f6glichkeiten sich dadurch ergeben werden. Es k\u00f6nnte zuk\u00fcnftig jedoch auch zu einem Ende dieser exponentiellen Entwicklung beim Leistungszuwachs von Prozessoren kommen. Denn sie sind mittlerweile so klein gebaut, dass physikalische Grenzen dieser Technologie erreicht sein k\u00f6nnten. Denn kleiner als Atom geht erstmal nicht. Daher wird versucht Computerchips in die H\u00f6he und somit quasi Dreidimensional zu bauen. Auch versprechen Computer auf Basis von <em>Graphen<\/em>, bei dem es sich um zweidimensionale Kohlenstoffstrukturen handelt, eine 1000 Fach h\u00f6here Leistung bei deutlich reduziertem Energieverbrauch<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>. Auch die dem Gehirn architektonisch nachempfundenen <em>neuromorphen Computersysteme<\/em> k\u00f6nnen Vorteile bieten, da sie eine h\u00f6here Fehlertoleranz und einen niedrigeren Verbrauch aufweisen. Und ein weiterer Riesenschritt zu h\u00f6heren Leistungen kann die Quantencomputer-Technologie sein. Es konnten damit bereits erste Erfolge erzielt werden. Quantencomputer sind bisher jedoch noch sehr gro\u00df und sehr teuer. Au\u00dferdem eignen sie sich bisher nur f\u00fcr wenige Anwendungsf\u00e4lle. Anwendungsf\u00e4lle sind beispielsweise Suchanfragen oder Verschl\u00fcsselungen. Das Start-ups Rigetti behauptet ohne jedoch den Beweis erbracht zu haben, dass sich Quantencomputer besonders f\u00fcr das Maschinenlernen eignen<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>. Noch konnte die sogenannte <em>Quanten\u00fcberlegenheit (Quantum Supremacy)<\/em>, ab der Quantencomputer Aufgaben \u00fcbernehmen k\u00f6nnen, die f\u00fcr konventionelle Rechner nicht mehr zu l\u00f6sen sind, in der Praxis jedoch noch nicht demonstriert werden.<\/p>\n<p>W\u00fcrde sich die Entwicklung entsprechend des Moor\u2019sche Gesetztes fortsetzen, k\u00f6nnte in nicht allzu ferner Zukunft alles nicht mehr nur smart, sondern vieles k\u00f6nnte superintelligent werden. Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten aktuell Forscher am sogenannten <em>Human Brain Project<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><strong>[5]<\/strong><\/a> (HBP)<\/em>. Es ist ein Gro\u00dfprojekt der Europ\u00e4ischen Kommission, welches das gesamte Wissen \u00fcber das menschliche Hirn zusammenfassen und mittels computerbasierter Modelle und Simulationen nachbilden soll. Als Ergebnis werden neue Erkenntnisse \u00fcber das menschliche Gehirn, seine Erkrankungen sowie neue Computer- und Robotertechnologien erwartet.<\/p>\n<p><em>\u201eHigh-Level Machine Intelligence&#8221; (HLMI)<\/em> bezeichnet ein Level der k\u00fcnstlichen Intelligenz ab dem Maschinen jede Aufgabe besser und kosteng\u00fcnstiger erledigen k\u00f6nnen als menschliche Arbeitskr\u00e4fte<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>. Laut der Studie<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> (Mai 2018) <em>\u201eWhen Will AI Exceed Human Performance?\u201c<\/em> von Katja Grace, John Salvatier, Allan Dafoe, Baobao Zhang and Owain Evans kann HLMI mit einer 50% Chance innerhalb der n\u00e4chsten 45 Jahre m\u00f6glich sein und mit einer 10% Chance innerhalb der n\u00e4chsten 9 Jahre.<\/p>\n<p>Gehen die Entwicklungen im Bereich KI noch weiter steuern wir zunehmend auf einen Zeitpunkt zu, der <em>technologische Singularit\u00e4t<\/em> genannt wird. Das ist der Zeitpunkt ab dem k\u00fcnstlich superintelligente Maschinen sich rasend schnell selbst verbessern (<em>Seed AI<\/em>) und damit den technischen Fortschritt derart beschleunigen w\u00fcrden, dass die Zukunft der Menschheit hinter diesem Ereignis nicht mehr vorhersehbar ist und sich dadurch die menschliche Zivilisation dramatisch \u00e4ndert oder sogar vernichtet werden k\u00f6nnte. Ray Kurzweil, der Chefentwickler f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz bei Google, geht davon aus, dass dieser Zeitpunkt ab dem Jahr 2028 bis 2045 eintreten k\u00f6nnte<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a>.<\/p>\n<p>Aktuell ist es Google bereits gelungen eine KI System \u2013 namens AutoML &#8211; zu entwickeln, welches eine bessere Version des zuvor von Menschen entwickelten NASNet Systems erzeugen konnte<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a>. Die neue Version des Systems konnte mit h\u00f6herer Treffersicherheit in Echtzeit-Videos Objekte wie Menschen oder Autos erkennen. Software hat also ein Softwareprogramm geschrieben, besser als es ein Mensch zuvor gemacht hat. Microsoft hat spezielle Chips mit <em>Field Programmable Gate Arrays (FPGAs)<\/em> entwickelt, mit denen der gesamte Inhalt von Wikipedia in weniger als den Moment eines einzelnen Augenzwinkerns eingelesen und verarbeitet werden kann<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a>. Das sind zirka 5 Millionen Artikel in weniger als dem Zehntel einer Sekunde. Die KI von Microsoft hat auch erstmals besser bei Lesetests abgeschnitten als je ein Mensch zuvor<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a>. Zur Messung wurde der \u201e<em>Stanford Question Answering Dataset\u201c<\/em> Test verwendet. Der Test enth\u00e4lt 100.000 Frage-Antwort-Paare, die auf 500 Wikipedia-Artikeln basieren. Bei diesem Test werden dabei objektive Fragen gestellt wie beispielsweise: \u201eWie entsteht Regen?\u201c. Microsoft hat nach eigenen Angaben betr\u00e4chtliche Investitionen in das maschinelle Leseverst\u00e4ndnis get\u00e4tigt, um diesen Erfolg zu erringen. Doch die Konkurrenz schl\u00e4ft nicht. China hat ein staatliches F\u00f6rderprogramm aufgelegt, um bis zum Jahr 2030 f\u00fchrend im Bereich k\u00fcnstlicher Intelligenz zu sein.<\/p>\n<p>Bestimmte Errungenschaften im Bereich k\u00fcnstlicher Intelligenz lassen allerdings noch auf sich warten. So wird seit 1991 beispielsweise jedes Jahr der <em>Loebner-Preis<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><strong>[12]<\/strong><\/a><\/em> vergeben. Dabei m\u00fcssen Softwareprogramme den <em>Turing-Test<\/em> bestehen. Der <em>Turing-Test<\/em> gilt dann als bestanden, wenn ein Mensch in einem Dialog mit einem Computer und einem Menschen nicht mehr unterscheiden kann wer Maschine und wer Mensch ist. Beim Loebner\u2011Preis wird mit der Goldmedaille derjenige Programmierer ausgezeichnet, dessen Computerprogramm als erstes einen starken Turing-Test \u00fcber 25 Minuten standh\u00e4lt. Dabei m\u00fcssen auch Multimedia-Inhalte wie Musik, Sprache, Bilder und Videos verarbeitet werden. Die Silbermedaille wird f\u00fcr Programme vergeben die einen schriftlichen Turing-Test bestehen. Die Bronzemedaille geht an den Entwickler f\u00fcr ein Programm, das sich als das \u201emenschen\u00e4hnlichste\u201c erweist. Bisher jedoch wurde immer nur eine Bronzemedaille und noch nie eine Silber- und erstrecht noch nie eine Goldmedaille vergeben, da noch kein Computerprogramm den entsprechenden Test-Kriterien gen\u00fcgt hat. Es bleibt spannend zu verfolgen, wann zum ersten Mal Silber oder Gold vergeben werden.<\/p>\n<p>Zuk\u00fcnftig wird k\u00fcnstliche Intelligenz massiv unser Leben und unsere Gesellschaft ver\u00e4ndern. In Zukunft werden wir mit intelligenten digitalen Assistenten sprechen, die wir im Dialog nicht mehr von Menschen werden unterschieden k\u00f6nnen. Sollten sie sich aus ethischen Gr\u00fcnden immer als Maschinen zu erkennen geben? Diese intelligenten Systeme werden jedenfalls auf unseren Smartphones installiert sein oder auf Lautsprechern, die in unseren Wohnungen stehen. Sie werden in unseren Autos und in Stra\u00dfenlaternen und digitalen Werbew\u00e4nden integriert sein. So wird vielleicht nicht alles aber zumindest vieles smart bzw. intelligent. Ohne diese Assistenten werden wir nur noch schwer am gesellschaftlichen Leben teilnehmen k\u00f6nnen bzw. ohne sie wird unsere Gesellschaft zuk\u00fcnftig nicht mehr funktionieren k\u00f6nnen. Schon heute merken wir, dass unser Alltag sehr m\u00fchselig wird, wenn wir keinen Internetzugang haben. Wir k\u00f6nnen nicht mit unseren Freunden kommunizieren, nicht unsere Reisen oder Kinokarten buchen. Wir k\u00f6nnen nicht nach Klamotten bei Zalando recherchieren und online keine Preise f\u00fcr den besten Stromtarif vergleichen. Wir kriegen nichts von den aktuellen Nachrichten mit. Wir k\u00f6nnen im B\u00fcro keine E-Mails versenden und selbst Telefonieren k\u00f6nnen wir nicht mehr, weil die meisten unserer Telefone mittlerweile auf das Internet angewiesen sind. F\u00fcr kurze Zeit ist das sch\u00f6n, weil wir eine Auszeit von all den digitalen Informationsfluten bekommen. In einer entlegenen Region, wo ein autarkes Leben und der Anbau eigener Lebensmittel m\u00f6glich ist, k\u00f6nnte auch das ganz analoge Leben gut funktionieren. Doch so funktioniert der gr\u00f6\u00dfte Teil unserer Gesellschaft heute nicht mehr. Und genauso wie wir heute schon zu gro\u00dfen Teilen vom Internet abh\u00e4ngig sind, so werden wir zuk\u00fcnftig von digitalen und intelligenten Assistenten abh\u00e4ngig sein. Das positive daran ist, dass sie uns den Alltag wieder leichter machen k\u00f6nnen. So werden sie f\u00fcr uns das Autofahren \u00fcbernehmen, die Steuererkl\u00e4rung erledigen, die Kinokarten buchen, das Zuhause vorheizen, vielleicht sogar irgendwann das Zuhause putzen sowie aufr\u00e4umen und vieles mehr. Darauf k\u00f6nnen wir uns also freuen.<\/p>\n<p>Bei aller zuk\u00fcnftig m\u00f6glichen Dystopien oder Utopien hat der Computer und Roboter Wissenschaftler <em>Rodney Brooks<\/em> in einem Essay ern\u00fcchternd die 7 Tods\u00fcnden \u00fcber die \u00fcbersch\u00e4tzen Prognose von k\u00fcnstlicher Intelligenz aufgef\u00fchrt<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><sup>,<\/sup><a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a>:<\/p>\n<ul>\n<li><em>S\u00fcnde 1 &#8211; \u00dcber- und Untersch\u00e4tzen: kurzfristig wird die Entwicklung \u00fcbersch\u00e4tzt und langfristig untersch\u00e4tzt<\/em><\/li>\n<li><em>S\u00fcnde 2 &#8211; Magische Vorstellungen: Funktionen erscheinen magisch, so wie ein Smartphone f\u00fcr Isaak Newton magisch erscheinen w\u00fcrde<\/em><\/li>\n<li><em>S\u00fcnde 3 &#8211; Konkrete Leistung versus generelle Kompetenz: Selbst wenn KI die Leistung erbracht hat die besten Go und Schachspieler der Welt zu schlagen, so ist diese Leistung nicht auf Kompetenz in beliebige andere Gebiete \u00fcbertragbar<\/em><\/li>\n<li><em>S\u00fcnde 4 &#8211; Ein Wort \u2013 ein Koffer voller Bedeutungen: Wenn von einem Begiff wie selbst-lernend gesprochen wird, dann ist damit nicht gemeint, dass KI sich alles selbst beibringen kann<\/em><\/li>\n<li><em>S\u00fcnde 5 \u2013 Exponentialismus: Wenn auch in einem Zeitfenster eine Entwicklung exponentiell verlaufen ist, wie beispielsweise der bisherige Leistungszuwachs bei Computerchips, st\u00f6\u00dft sie irgendwann an physikalische Grenzen <\/em><\/li>\n<li><em>S\u00fcnde 6 \u2013 Hollywoodszenarien: Es kommt eh anders als es jedes utopische oder dystopische Hollywoodszenarium darstellt.<\/em><\/li>\n<li><em>S\u00fcnde 7 &#8211; Das Tempo der Implementierung: Software verbreitet sich schneller als Hardware. D.h. dass es l\u00e4nger dauert bis beispielsweise alle alten Autos aus dem Stra\u00dfenverkehr verschwunden sind und alle H\u00e4user sowie St\u00e4dte vollst\u00e4ndig mit wirklich smarter Technologie ausgestattet sein werden, als Zeit daf\u00fcr ben\u00f6tigt wird eine Software zu verbreiten.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Es bleibt also spannend, wie die Entwicklung von Computerrechenleistung und K\u00fcnstlicher Intelligenz tats\u00e4chlich verlaufen wird. Die meisten Experten sehen eine exponentielle bzw. sprunghafte Entwicklung in Bezug auf den Leistungszuwachs auf uns zukommen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Accelerating change \u2013 Wikipedia &#8211; <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Accelerating_change#Kurzweil.27s_The_Law_of_Accelerating_Returns\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Accelerating_change#Kurzweil.27s_The_Law_of_Accelerating_Returns<\/a> (abgerufen: 07.01.2018)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> T3n (2.5.2015) &#8211; Urspr\u00fcnglich publiziert von Alain Veuve &#8211; Digitale Transformation: Warum wir den technologischen Wandel untersch\u00e4tzen! \u2013<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/transformation-unteschaetzen-607108\/\">https:\/\/t3n.de\/news\/transformation-unteschaetzen-607108\/<\/a> (abgerufen: 07.01.2018)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.sciencedaily.com\/releases\/2017\/06\/170613145144.htm\">https:\/\/www.sciencedaily.com\/releases\/2017\/06\/170613145144.htm<\/a> (05.08.2018)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Will Knight &#8211; Maschinenlernen mit Quantencomputern &#8211; Technology Review (08.01.2018) &#8211; <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tr\/artikel\/Maschinenlernen-mit-Quantencomputern-3928417.html\">https:\/\/www.heise.de\/tr\/artikel\/Maschinenlernen-mit-Quantencomputern-3928417.html<\/a> (abgerufen: 22.01.2018)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Human Brain Project &#8211; <a href=\"http:\/\/www.humanbrainproject.eu\/en\/\">http:\/\/www.humanbrainproject.eu\/en\/<\/a> (abgerufen: 22.01.2018)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.weforum.org\/agenda\/2017\/06\/this-is-when-robots-will-start-beating-humans-at-every-task-ae5ecd71-5e8e-44ba-87cd-a962c2aa99c2\/\">https:\/\/www.weforum.org\/agenda\/2017\/06\/this-is-when-robots-will-start-beating-humans-at-every-task-ae5ecd71-5e8e-44ba-87cd-a962c2aa99c2\/<\/a> (abgerufen: 11.07.2018)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> <a href=\"https:\/\/arxiv.org\/pdf\/1705.08807.pdf\">https:\/\/arxiv.org\/pdf\/1705.08807.pdf<\/a> (abgerufen: 11.07.2018)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Dom Galeon und Christianna Reedy &#8211; Futurism (5.10.2017) &#8211; <a href=\"https:\/\/futurism.com\/kurzweil-claims-that-the-singularity-will-happen-by-2045\/\">https:\/\/futurism.com\/kurzweil-claims-that-the-singularity-will-happen-by-2045\/<\/a> (abgerufen: 22.01.2018)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Oliver Nickel &#8211; Nasnet entwickelt selbstst\u00e4ndig maschinelle Lernmodelle \u2013 golem.de vom 10.11.2017 <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/googles-automl-nasnet-entwickelt-selbststaendig-maschinelle-lernmodelle-1711-131082.html\">https:\/\/www.golem.de\/news\/googles-automl-nasnet-entwickelt-selbststaendig-maschinelle-lernmodelle-1711-131082.html<\/a> (zuletzt abgerufen: 29.12.2017)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Mark Hachman &#8211; Microsoft&#8217;s FPGA-powered supercomputers can translate Wikipedia faster than you can blink: The world doesn&#8217;t have to long to wait for Microsoft&#8217;s &#8220;A.I. supercomputers&#8221;; they&#8217;re already here. \u2013 PCWelt (26.6.2016) &#8211; <a href=\"https:\/\/www.pcworld.com\/article\/3124486\/hardware\/microsofts-fpga-powered-supercomputer-can-translate-wikipedia-faster-than-you-can-blink.html\">https:\/\/www.pcworld.com\/article\/3124486\/hardware\/microsofts-fpga-powered-supercomputer-can-translate-wikipedia-faster-than-you-can-blink.html<\/a> (abgerufen: 20.01.2018)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Daniel Berger &#8211; KI kann besser lesen als Menschen &#8211; Heise.de (16.01.2018) &#8211; <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/KI-kann-besser-lesen-als-Menschen-3942209.html\">https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/KI-kann-besser-lesen-als-Menschen-3942209.html<\/a> (abgerufen: 20.01.2018)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.aisb.org.uk\/events\/loebner-prize\">http:\/\/www.aisb.org.uk\/events\/loebner-prize<\/a> (abgerufen: 24.07.2018)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> <a href=\"http:\/\/rodneybrooks.com\/the-seven-deadly-sins-of-predicting-the-future-of-ai\/\">http:\/\/rodneybrooks.com\/the-seven-deadly-sins-of-predicting-the-future-of-ai\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2017-11\/way-of-the-future-erste-kirche-kuenstliche-intelligenz\/komplettansicht\">http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2017-11\/way-of-the-future-erste-kirche-kuenstliche-intelligenz\/komplettansicht<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem sogenannten Moore\u2019schen Gesetz[1] steigen bei Computern bzw. Mikrochips die Rechenleistung und umgekehrt proportional die Gr\u00f6\u00dfe exponentiell. Computer werden also immer leistungsf\u00e4higer und immer kompakter[2]. Die Prognosen dazu sind die Folgenden: Wir erreichen das \u00c4quivalent der Rechenleistung eines menschlichen&#x2026; <\/p>\n<p class=\"more-link-container th-uppercase th-text-2xs\"><a href=\"https:\/\/saschaberger.com\/en\/2018\/06\/01\/digitalotopia-kapitel-3-2-rechenleistung-und-digitale-assistenten\/\" class=\"more-link\">Read More <span class=\"screen-reader-text\">Digitalotopia &#8211; Kapitel 3.2 &#8211; Rechenleistung und digitale Assistenten<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":894,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"{title}\n\n{excerpt}\n\n{url}","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"_wpas_customize_per_network":false,"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[2710,46913124,46913125],"tags":[],"class_list":["post-893","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-buch","category-digitalization"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/saschaberger.com\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/PPTExponentialGrowthof_Computing.jpg?fit=1020%2C870&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p74lUj-ep","jetpack_likes_enabled":true,"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/saschaberger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/893","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/saschaberger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/saschaberger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/saschaberger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/saschaberger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=893"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/saschaberger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/893\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":920,"href":"https:\/\/saschaberger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/893\/revisions\/920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/saschaberger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/894"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/saschaberger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=893"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/saschaberger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=893"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/saschaberger.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=893"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}